Worum geht es beim Risikomanagement?
Wenn wir über Risikomanagement sprechen, dann klingt das nach etwas für große Konzerne, die sich mit Zahlungsausfällen o.ä. beschäftigen. Unternehmerische Risiken sind allerdings vielfältiger.
Externe Risiken sind zum Beispiel makroökonomische Entwicklungen (Zinspolitik), regulatorische Neuerung (DSGVO), soziokulturelle Veränderungen (Work-Life-Balance, Nachhaltigkeit) oder technologische Neuerungen (Internet, KI). In der Regel können wir sie nicht direkt beeinflussen, sondern sie »nur« antizipieren, rechtzeitig wahrnehmen und uns frühzeitig darauf einstellen.
Interne Risiken können wir hingegen aktiv reduzieren bzw. vermeiden. Klassiker sind z.B. technische Schulden (»das SAP muss aktualisiert werden«), Abhängigkeiten von einzelnen Wissensträger:innen, Kapazitätsengpässe, destruktive Managementpraktiken, fehlende Klarheit in Prozessen und Zuständigkeiten oder die Unternehmenskultur.
Risikomanagement sieht vor, sich aktiv und systematisch mit den Risiken auseinanderzusetzen. Keineswegs muss jedes Risiko beseitigt oder reduziert werden – manchmal ist es wirtschaftlich sinnvoller, mit dem Risiko zu leben. Wichtig ist nur, dass es bewusste Entscheidungen sind, wie mit den Risiken umgegangen wird.
Unternehmen können Risiken auch aufgreifen, um daraus Wettbewerbsvorteile zu generieren oder neue Opportunitäten zu entdecken. Netflix startete z.B. als Versanddienst für physische DVDs, begann dann Mitte der 2000er Streaming-Angebote dank größerer Internet-Bandbreiten zu explorieren, um dann ein Jahrzehnt später zu einem der relevantesten Medienanbieter weltweit zu werden.
Im Folgenden stellen wir zwei Ansätze vor, die wir mit unseren Kund:innen ohne großen Aufwand erfolgreich genutzt haben und die unter anderem bereits komplette technische Transformationen ausgelöst haben.
Beide Techniken vereint, dass sie am besten gemeinsam in einer Gruppe bearbeitet werden. Dies fördert mehrere Punkte:
- Es entstehen mehr Ideen
- Unterschiedliche Meinungen werden sichtbar
- Wo möglich, entstehen gemeinsam getragene Sichtweisen
- Die beteiligten Menschen stehen mehr dahinter, weil sie es selbst erzeugt haben